LEITFADEN FÜR EINE LEBENSGERECHTE ZUKUNFT |
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A. DIE AKTUELLE DESASTRÖSE UMWELTSITUATION UND DAS SINDROM DES KRANKEN GEBÄUDES Der Klimawandel mit seiner Erderwärmung sind mit hauptverantwortlich für den "Wintergarteneffekt" auf der Erde und das ist jetzt schon eine Realität. Fast die Hälfte der Umweltverschmutzung wird durch den Bau, die Produktion der Baumaterialien und die Benutzung von Gebäuden erzeugt, und hier ist der Punkt, wo die Verantwortung aller Techniker in Erscheinung treten sollte, um sich nicht an einer umweltschädigenden Architektur zu beteiligen. Das Einsparen unserer Grundrohstoffe wird eine zentrale Stellung in der Zukunf einnehmen. Die grossen und mittleren, modernen Städte wachsen auf einer spekulativen Basis, welche anti-umweltfreundlich und anti-ökologisch ist. Das Ergebniss ist eine riesen Menschenansammlung, eine unerträgliche Verschmutzung und ein Anstieg der Krankheiten. B. DIE BAUBIOLOGIE: ZURÜCK ZUM URSPRUNG Die Baubiologie versteht das bewohnte Gebäude wie ein ökologisches, dynamisches System im Gleichgewicht mit der Umwelt. In früheren Zeiten und Kulturen war es ein natürlicher und logischer Aspekt. Dafür gab es auch keinen speziellen Namen denn alles Leben war ökologisch, hergestellt mit natürlichen Materialien unter Berücksichtigung des Ortes und des Klimas. Den grössten Fortschritt bezüglich der Baubiologie wurde im deutsch sprechenden Raum begangen, dort, wo die grösste Besorgnis über die Umweltverschmutzung, besonders der chemischen Industrie mit ihren syntetischen Produkten stattfand. Hier wurde auch der Begriff des kranken Gebäudes geprägt. Gleichzeitig mit dem Anstieg der Umweltkrankheiten und den Todesfällen wurde das Baubiologische Institut in Neubeuern 1976 gegründet, welches sich damals wie heute mit allen Aspekten des gesunden Bauens und Wohnens auseinandersetzt, wie in der Forschung und der Verbreitung der Information. |
ARCHITEKTONISCHE UN URBANISTISCHE RICHTLINIEN |
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1. Der Mensch in der Mitte - Solidarität und Herz
Die örtlichen Werte mit seiner Kultur sollten Bestandteil der Überlegungen eines Gebäudes sein. Wir können heute angenehm auf dem Lande leben. Wir müssen nicht alle in grossen Ballungsgebieten sein und nur das Wochenende dazu benutzen, das Umland wie einen Freizeitpark zu sehen, die Natur zu konsumieren, ohne irgendwelchen Bezug zueinander. Wir können Wohngemeinschaften gründen, welche in die Umwelt integriert sind,für junge Familien oder Personen, welche sich noch kein grosses finanzielles Polster geschaffen haben. Wir sind für die Praxis einer "ruhigen Kultur" anstatt für eine Kultur des Kaufens und Wegwerfens, einer kurzlebigen Modekultur welche nur auf den schnellen Konsum ausgerichtet ist. Ein guter Entwurf eines Gebäudes braucht seine Zeit um alle menschlischen Einfüsse wie ein Puzzel der zukünftigen Besitzer zu integrieren. So können wir sterile Prottypen von Gebäuden mit einem langweiligen Entwurf verhindern, (sichtbar in vielen schnell entworfenen Architekturwettbewerben).
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3. KLIMA UND AUSRICHTUNG Das Klima ist ausschlaggebend für die Ausrichtung und die Form wie wir entwerfen. Jedes Klima erfordert eine einzigartige Gestaltung wie es schon immer bei der Bauweise auf dem Lande in der ganzen Welt üblich war. Die modernen architektonischen Bewegungen nehmen normalerweise keine Rücksicht auf diese Faktoren. Deswegen sind viele Gebäude im Norden, Süden, Westen und Osten dieser Erde ähnlich mit einem enormen Aufwand zur Kühlung und Heizens.
Die Form der Gebäude sollte unter den Kriterien des geringsten Energieverlustes, im Winter beim Heizen und im Sommer des Kühlens, entworfen werden. Sie sollten kompakt und eine geringe Aussenfläche aufweisen, immer mit der Einbeziehung der Ausrichtung und seiner Bewohner. Die harmonischen Proportionen ausgehend vom "Goldenen Schnitt" sollten wie die verwendeten Farben studiert werden. Wie wir seit vielen Jahren in der organischen Architektur sehen können, beziehen sich die zeitlosen Formen immer auf die darin lebenden Menschen. Die organische Architektur wurde aus der Beobachtung der Natur entwickelt und ist ausserdem meist von einem spirituellen Hintergrund geprägt. Beides sind Quellen der Inspiration für einen harmonischen Entwurf.
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